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Schüppengesaamt

Adrian Döhmer ist neuer Schüppenkönig der Schüppenschützen

5.7.2026 Schermbeck (geg). Die Schüppenschützen der Kiliangilde Schermbeck haben einen neuen König: Adrian Döhmer. Es war am Samstagabend kurz vor 22 Uhr, als die Entscheidung unter den 40 angetretenen „Schüppen“ fiel. Insgesamt warf Döhmer rund 40 Meter und hatte damit die Nase beziehungsweise die Schüppe derer, die König werden konnten, vorn. Marius Schühle behielt durch sein Ergebnis mit 8,5 Metern die Doofenschüppe. Er war beim Wurf auch in diesem Jahr schon beim ersten Wurf über die Linie getreten, was eine Disqualifikation bedeutete.

Schüppenkönig


Einer der in jedem Jahr ebenfalls kraftvolle Würfe abliefert ist Lukas Maile – der König aus 2024. „Wir kommen mit der Schüppenwiese langsam an unsere Grenze“, lacht Garteninhaber Ralf Horstkamp, denn Maille warf immerhin 18,6 Meter eweit. Ehemalige Könige sind für den Titel 10 Jahre gesperrt.
Bereits am Mittag trafen sich die Schüppen zum gemütlichen Beisammensein. Sie stellen sich vor dem Vereinslokal „Overkämping“ auf, sangen ihr Schüppenlied und zogen von dannen. Am späten Nachmittag erfolgte der Marsch zum Katholischen Teilstandort der Grundschule. Dort wurde unter den kritischen Augen des Leutnant Christian Hötting das Marschieren geübt. Es dauerte und die Frotzeleien prasselten auf die Mitglieder der Schüppenkompanie nieder, die das lachend ertrugen und eine Runde nach der anderen auf dem Schulgelände drehten.

Schüppendoofer


Das nächste Ziel war dann Horstkamps Garten, in dem der Wettbewerb um den neuen König stattfand.
Das jährliche Schüppenwerfen tragen die Männer ein jedes Mal unter sich aus- keine Öffentlichkeit und keine Frauen. Von den Anfängen wird erzählt: „Damals hatten die Gründungsmitglieder beim Kiliansfest früh morgens auf dem Nachhauseweg eine Bauschüppe entdeckt und den ersten Wettkampf veranstaltet“, so die absolute Kurzfassung der Geschichte von Präsident Heiermann. Der erste Schüppenweitwurf soll bereits 38 Jahre her sein, der dann vor mehr als 30 Jahren zur Infitialzündung der Vereinsgründung wurde. Erster Schüppenkönig war damals Andreas Janßen.
Die Männer der ersten Stunde waren Ralf Horstkamp und Tasso Stiebels. So ganz genau kann man sich an den ersten Schüppenwurf allerdings nicht erinnern. Aber Fakt ist wohl, dass es ein Dienstagmorgen um fünf Uhr in der Früh war– oder vielleicht war es doch schon acht Uhr? - an dem die Männer in feuchtfröhlicher Stimmung ihr Zuhause ansteuerten. Irgendwo haben sie dann noch Bier gekauft und Tasso musste mal "für kleine Jungs im Gebüsch verschwinden". Dort habe er dann an einer Baugrube die Schüppe entdeckt und auf einer Wiese am Bösenberg weit von sich geschmissen. Der Wettbewerb war geboren.

Marsch

Ralf Horstkamp fügte an, dass es für die Jugend damals "nichts gab", so dass die beiden sich vor Begeisterung entschlossen den Anlass des Schüppenwerfens zum regelmäßigen Ritual werden zu lassen. Zum Schützenfest natürlich und zack wurde ein Verein gegründet, als sich dieser Idee viele junge Männer begeistert anschlossen.
Markus Hindricksen, Präsident der Kiliansgilde betonte zum 30-jährigen Jubiläum, dass er stolz darauf sei zu sehen. was aus der ehemals losen Truppe geworden ist. "Wir als Gilde leben von der Vielfältigkeit unserer Schützen und der geselligen bunten Atmosphäre, die alle Schermbecker einschließt", so Hindricksen. Wie betonte Schüppen-Leutnant Christian Hötting beim Marschieren: „Bei uns sind alle willkommen, egal ob arm oder reich, schön oder hässlich.“

 

Schüppenzug

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