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Altschermbecker Offiziere machen das Schützenfest zum Familienfest

14.7.2026 Altschermbeck (vm). In dem kleinen Waldstück an der Vogelstange ging es am Montagvormittag bei den Altschermbecker Schützen rund. Während die Erwachsenen mit dem Schießen beschäftigt waren, die Geselligkeit und das ein oder andere Kaltgetränk genossen, hatten die Kinder eine ganz eigene Beschäftigung. Hier ist es nämlich Tradition, dass die Offiziere für die Kinderbelustigung sorgen.
Den Brauch der Kinderbelustigung gibt es schon lange. Noch heute ist ein Fundament im Boden zu finden, auf dem einst ein Kinderkarussell gestanden haben soll. Große-Ruiken lebt mit seiner Familie quasi mitten im Geschehen und hat schon als Kind selbst von der Kinderbelustigung der Kilianer profitiert. „Die Tradition ist also schon weit älter als ich“, sagt der 39-Jährige. Sein Vater kennt das Karussell, das dort einmal gestanden haben soll, übrigens ebenfalls nur vom Hörensagen. Die Vogelstange hingegen gibt es seit rund 90 Jahren an diesem Ort. „Ich würde vermuten, dass es die Kinderbelustigung auch schon so lange gibt“, sagt Tim Große-Ruiken überzeugt.

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Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Offiziere verwandeln das Schützenfest in ein Familienfest. „Eltern können ihre Kinder problemlos hier laufen lassen. Sie werden von uns betreut und bespaßt“, so die Offiziere. Die Kinder wissen, wenn sie einmal dort waren: Hier können wir Spaß haben, hier gibt es Süßigkeiten. „Da wollen sie morgens direkt los“, schmunzelt Große-Ruiken. Das Konzept sei unschlagbar. So würden Familien angelockt und vor allem gelte: „Die Kinder, die hier spielen, sind die Schützen von morgen.“ Überall mangele es an Nachwuchs. Durch die Kinderbelustigung könnten die Jungen und Mädchen schon früh Kontakt zum Schützenverein knüpfen und erleben, was möglich ist, wenn man sich selbst engagiert. Das sei ein Faktor, der oft unterschätzt werde, ist Große-Ruiken überzeugt.

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In diesem Jahr standen neun Spielestationen bereit, alle handgefertigt und von den Offizieren selbst entworfen. Einige sind bereits echte Klassiker, doch immer wieder kommen neue Ideen hinzu. Die Kletterstange ist beispielsweise jedes Jahr ein Höhepunkt. An einem Holzpfahl können die Kinder, bei Bedarf auch mit etwas Hilfe, hinaufklettern und sich ein Geschenk aus der „Baumkrone“ pflücken. „Die Kids trainieren teilweise sogar dafür“, sagen die Organisatoren. Mit dabei waren in diesem Jahr außerdem das Spiel „Heißer Draht“, eine Wurfmaschine, die bei einem Treffer Süßigkeiten schleudert, Geschicklichkeits- und Wurfspiele, ein Glücksrad, eine Hüpfburg und vieles mehr. Die kleinen Besucher kommen dabei voll auf ihre Kosten. Die Stimmung ist ausgelassen und das Gedränge an den einzelnen Stationen groß. Jeder möchte einmal an die Reihe kommen und sein Können unter Beweis stellen.

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Ganz besonders viel Spaß hatten die Organisatoren in diesem Jahr an der neuen Fotostation. Hier können Kinder ihren Kopf durch eine Tafel stecken und die Rolle des Schützenkönigspaares einnehmen. Während des Gesprächs mit Große-Ruiken stehen ein kleiner Junge und ein Mädchen hinter dem Bild und werden fotografiert. „Jetzt stell dir mal vor, die zwei werden in 20 Jahren wirklich König und Königin. Absolut genial“, freut sich der Offizier. Doch nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen haben sichtlich Spaß an der neuen Fotogelegenheit.
An den verschiedenen Stationen können die Kinder zudem zahlreiche Preise gewinnen. „Wir sind auf Spenden und Sponsoren angewiesen“, erklärt Große-Ruiken. Jedes Jahr macht er sich auf die Suche nach neuen Partnern, die Werbegeschenke, Süßigkeiten oder Spielsachen zur Verfügung stellen. Den Aufwand, den die Offiziere für die Kinderbelustigung betreiben, nehmen sie gerne in Kauf. Denn die strahlenden Kinderaugen und das fröhliche Lachen seien es allemal wert.

Text und Fotos Valerie Mies

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