
Dieter Rietz (re) freut sich über die großartige Resonanz
Vierte Seniorenmesse zeigt: "Vorbeugen ist besser als bohren"
6.9.2026 Schermbeck (geg). Einen großen Zuspruch erfuhr auch die vierte Seniorenmesse in und am Begegnungszentrum des Rathauses in Schermbeck. Bis zum Messeende gegen 16 Uhr riss der Besucherstrom nicht ab. Aber wann hat man auch schon mal die Gelegenheit, so viel geballte Informationen für ganz unterschiedliche Lebensbereiche an einem Ort zu erhalten. „Ich bin froh, dass ich hier war“, äußerte sich eine Besucherin aus Raesfeld, die aufgrund einer Radtour eigentlich eher durch Zufall zur Messe kam.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Seniorenbeirat Schermbeck, für die die Mitgliede rund ein Jahr in die Planung gingen. Schirmherr und Bürgermeister Mike Rexforth eröffnete die Veranstaltung am Morgen und machte deutlich welchen wichtigen Stellenwert der Seniorenbeirat in der Gemeinde mittlerweile habe.
Wie fühlt es sich an, alt zu sein? Das vermittelte gleich im Eingangsbereich im Begegnungszentrum des Rathauses ein Alterssimulationsanzug des St. Elisabeth Krankenhauses in Dorsten. Aber was kann ich im Bedarfsfall tun, um das Leben im letzten Lebensabschnitt angenehmer zu gestalten und solange es eben geht im eigenen Zuhause zu bleiben. Darauf lieferten 34 Aussteller den zahlreichen Besuchern im Begegnungszentrum des Rathauses Antworten.
Der Branchenmix der Veranstaltung bei dem es um Gesundheit, Hobby und Pflege ging, kam bei den Besucherinnen und Besuchern gut an. Und die waren nicht nur im älteren Semester.

Bärbel Selakowski aus Bricht informierte sich, da sie betagte Eltern hat. Aber: „Es tut gut zu wissen, welche Möglichkeiten ich selbst auch habe, wenn ich eingeschränkt bin.“ Und dass es auch Reisen gibt, die sich speziell an Seniorinnen und Senioren oder körperlich eingeschränkte Menschen richtete, verblüffte sie. Zum Thema Reisen im Alter informierte Inhaber Frank Herbrechter vom Schermbecker Reisebüro. Seine eigene Geschicklichkeit konnte am Stand des Caritasverbandes Dinslaken Wesel getestet werden.
Die örtlichen Banken informierten unter anderem über Vorsorgemöglichkeiten und was man unbedingt machen sollte, damit die Angehörigen im Ernstfallhandeln können. „Das betrifft im Übrigen auch junge Menschen“, sagt Nicole Dembowski und zeigt einen sogenannten Vorsorgeordner in dem alle wichtigen Informationen gebündelt aufbewahrt werden können. Niklas Scholz von der NISPA möchte die älteren Mitbürgerinnen und- bürger für Themen wie "Enkeltrick" oder sonstige Betrügsversuche im Internet oder per Telefon sensibilisieren. "Wir werden viel zu oft damit konfrontiert", berichtet er von Erfahrungen aus dem Bankgeschäft.

Mit dem Rettungswagen vor Ort war das DRK Wesel. Blutzucker oder der Blutdruck konnten hier auf Wunsch kontrolliert werden.
Informationsbedarf gab es auch am Stand von Bestattungen Berger. Kai Berger hatte viele Gespräche rund um das sensible Thema zu führen und unter anderem auch die Frage nach Beerdigungskosten zu beantworten.
Hörtest anfertigen lassen, kreativ werden, sich über Hilfsmittel informieren, sich beraten lassen, über das was hilft beweglich und fit zu bleiben- erfahren, dass auch mit körperlichen Einschränkungen ein Urlaub durchaus möglich ist, leckere Waffeln von der Abiklasse 2028 schnabulieren, mit der Sängerin Sally Sue ein Liedchen trällern und mehr, wurden gern genutzt. Für das Publikum gab es bei den unterschiedlichen Dienstleistern viel zu entdecken.
Hartmut Keller kam aus Deuten zur Seniorenmesse und scherzte kurz und knapp: „Wie sagt man zum Thema Zahnarzt immer: Vorbeugen ist besser als bohren“. Er zeigte sich mit seiner Frau begeistert über die Vielfalt, die geboten wurde. Begeistert zeigte sich auch Dieter Rietz, der Vorsitzende der Seniorengemeinschaft: „Auch die vierte Seniorenmesse erfreut uns vom Seniorenbeirat mit der großartigen Resonanz der Bevölkerung.“






