
St. Ludgerus: An der Erler Straße entsteht ein neues Pfarrheim
26.9.2026 Schermbeck (geg). Der Wunsch nach einem neuen Pfarrheim für die St. Ludergus Gemeinde besteht schon viele Jahre. Jetzt wird er an der Erler Straße verwirklicht. Die Bauarbeiten beginnen in Kürze- mit der Fertigstellung wird Anfang 2028 gerechnet.
„Wir haben über Jahre immer wieder unterschiedliche Alternativen in Erwägung gezogen“, berichtet Bernd Becker, Sprecher des Kirchenvorstandes. Auch ein Standort am jetzigen Pfarrhaus am Kapellenweg war im Gespräch. Becker betont: „Wenn wir bauen, bauen wir für die Zukunft, das bedeutet zu schauen, wie sich der Bedarf in Zukunft entwickelt“. Denn die Zahl der katholischen Christen geht auch in Schermbeck zurück. Die Ludgerusgemeinde unterhält zwei Kindergärten im Ort, das Pfadfinderhaus und auch das Kolpinghaus gehören ebenfalls zur Kirchengemeinde. Von drei Priesterstellen ist eine übrig geblieben, der Kirchenvorstand und auch der Pfarreirat haben sich verkleinert. Außerdem dränge das Bistum darauf Flächen zu reduzieren. „Wenn die Anzahl der Katholiken im Ort weniger wird, muss dem Rechnung getragen werden“, so Becker.
Renovierung des Altbaus lohnt nicht
Aber der Pfarrsaal im Gebäude an der Erler Straße ist marode. „Die Fenster im Obergeschoss können wir gar nicht mehr öffnen“, so Pastor Xavier Muppala, der den Neubau an dieser Stelle aufgrund der Nähe zur Kirche favorisiert hat. Eine geplante Renovierung wurde schließlich verworfen und der Neubau an dieser Stelle beschlossen. Das angeschlossene Gebäude direkt an der Erler Straße mit der Bücherei im Untergeschoss und zwei Wohnungen im Obergeschoss bleibt in seinem jetzigen Zustand erhalten. Dieses wurde erst im Jahre 2020 für 170.000 Euro energetisch saniert. Hier soll in Zukunft die Verwaltung der Kirchengemeinde, die jetzt noch im Pfarrhaus zu finden ist, untergebracht werden. Die Bücherei wird in den neuen Saal umziehen und erhält dafür Rollregale, ebenso die weiteren Veranstaltungen wie Frühstück und Mittagessen und mehr, die derzeit dort stattfinden.

v.li: Josef tempelmann, Pastor Xavier Muppala, Rainer Cremerius und Bernd Becker, Sprecher des Kirchenvorstandes
Für den Neubau wurde eine Baubegleitgruppe mit Heinz Schulze, Martin Dahlhaus, Rainer Cremerius, Josef Tempelmann und Horst Nolten gegründet, die sich um den reibungslosen Ablauf kümmern wird.
Neues Gebäude ist ebenerdig
Entstehen wir ein ebenerdiges Gebäude mit einem Multifunktionsraum und einer Verbindung zum Bestandsgebäude. Etwa 150 Quadratmeter wird der Raum groß werden- dieser kann durch Schiebewände je nach Bedarf verkleinert werden. Eine überdachte Terrasse ist dem Saal angegliedert. Eine Küche wird errichtet und neue sanitäre Anlagen finden im Neubau ebenfalls Platz. Im Außenbereich entstehen mehr Parkplätze- ein Teil der Grünfläche bleibe erhalten, heißt es.
Die Kosten der Baumaßnahme betragen 2,2 Millionen Euro: „Der wesentliche Teil wird vom Bistum getragen“, freut sich Bernd Becker.
Wer kann helfen?
Am 10.10. soll das Mobiliar als gemeinsame Aktion aus den Räumen entfernt und eingelagert werden. Hierfür werden noch helfende Hände gesucht. Ob die Möblierung am Ende erneuert wird, ist von den Finanzen abhängig. Die Baustraße wird von der Heinestraße aus eingerichtet. Dann geht es los. Ende Oktober wird zunächst der Mittelteil abgerissen, der Keller bleibt allerdings erhalten. Das Bestandsgebäude bleibt dann für eine kurze Zeit geschlossen. Rainer Cremerius begründet das mit der Errichtung eines zweiten Fluchtweges. „Danach kann der Betrieb dort weitergehen“, sagt er. Der weitere Schritt ist der komplette Abriss des Altgebäudes an denen für einige Schermbecker auch viele Erinnerungen hängen. Bernd Becker und Rainer Cremerius berichten von Kindergartentagen, die sie dort erlebt hätten, denn das Gebäude sei ursprünglich als Kindergarten gebaut worden.
Froh sind die Verantwortlichen, dass die Maßnahme nun verwirklicht werden kann. Becker weiß: “Der Unterhalt ist über Jahre gesichert.“ Nicht endgültig entschieden ist, was mit dem jetzigen Pfarrhaus am Kapellenweg entstehen soll. „Wahrscheinlich werden wir uns davon trennen“, so Rainer Cremerius. Denn die Unterhaltungskosten für das alte Haus wären immens.








