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Lebensbaum Wagner: Unterstützung beginnt nicht erst bei Pflegebedürftigkeit
30.9.2026 Schermbeck/Drevenack (pd). Die Unternehmen LebensBaum und PflegeZweig greifen ineinander: persönliche Assistenz und praktische Unterstützung auf der einen Seite, fachkundige Pflegeberatung und Orientierung auf der anderen.
Inhaberin Tanja Wagner gibt einen Einblick in das Konzept der Institutionen:
Was passiert, wenn der Alltag plötzlich nicht mehr so einfach zu bewältigen ist – nach einer Krankenhausentlassung, bei Krankheit oder vorübergehenden Einschränkungen, wenn persönliche Assistenz den Alltag erleichtern könnte, bei beginnender Pflegebedürftigkeit oder wenn Angehörige nicht mehr alles auffangen können? Und wer erklärt mir eigentlich, welche Unterstützung überhaupt möglich ist?
Viele Menschen kennen ihre Ansprüche und Unterstützungsmöglichkeiten nicht. Und genau dadurch entstehen Versorgungslücken.
Als ich, Tanja Wagner, den LebensBaum Betreuungsdienst gegründet habe, wusste ich bereits, dass Unterstützung im Alltag weit mehr bedeutet als Hilfe im Haushalt, Begleitung zum Arzt oder ein offenes Ohr.
Was mich dennoch immer wieder erschreckt und traurig macht, ist, wie viele Menschen Unterstützung benötigen und gar nicht wissen, welche Möglichkeiten ihnen eigentlich zur Verfügung stehen und an wen sie sich damit wenden können.
Viele behelfen sich irgendwie. Nachbarn kaufen ein, Freunde fahren zum Arzt, Angehörige springen ein und versuchen, die Versorgung zusätzlich zu ihrem eigenen Alltag aufzufangen. Andere nehmen sich selbst immer weiter zurück, verzichten auf Dinge oder schränken sich ein, weil sie niemanden um Hilfe bitten und vor allem niemandem zur Last fallen möchten.
Besonders deutlich erleben wir diese Informations- und Versorgungslücke nach Operationen, Behandlungen oder Krankenhausaufenthalten.
Plötzlich steht man zu Hause und vor ganz praktischen Fragen: Wie soll ich duschen? Wer hilft mir im Haushalt und bei der Wäsche? Wie bekomme ich Lebensmittel und Getränke nach Hause? Wer besorgt Medikamente? Welche Hilfsmittel brauche ich – und wer hilft mir dabei, all das überhaupt zu organisieren?
Dafür braucht es keine große Operation. Ein neues Knie, eine Schulteroperation, ein Knochenbruch, eine Krebsoperation oder eine Chemotherapie können ausreichen, damit alltägliche Dinge vorübergehend nicht mehr so einfach zu bewältigen sind.
Dabei gibt es Unterstützungsmöglichkeiten, die viele Menschen gar nicht kennen. Je nach persönlicher Situation können beispielsweise Hilfen bei der Körperpflege und/oder im Haushalt, notwendige Hilfsmittel oder eine ambulante beziehungsweise stationäre Rehabilitation infrage kommen.
Manchmal sind es aber auch ganz andere Sorgen und Fragen:
Reicht meine Rente noch aus? Kann ich auch als Eigentümer einen finanziellen Zuschuss zu meinen Wohnkosten erhalten? Muss ich wirklich darüber nachdenken, mein vertrautes Zuhause aufzugeben – oder gibt es Möglichkeiten, die ich bisher gar nicht kenne? Wer hilft mir bei einem Antrag, einem Schreiben von einer Behörde oder dabei, überhaupt herauszufinden, an welche Stelle ich mich wenden muss?
Auch hier erleben wir, dass Menschen mögliche Hilfen nicht nutzen – nicht unbedingt, weil sie ihnen nicht zustehen, sondern weil sie nichts davon wissen oder der Weg durch Anträge, Formulare und Zuständigkeiten zu kompliziert erscheint.
Genau hier gehört für uns die persönliche Assistenz dazu. Wir begleiten zu Behörden und Arztterminen, unterstützen bei organisatorischen Angelegenheiten und helfen bei Anträgen und dabei, die persönliche Situation verständlich und nachvollziehbar darzustellen.
Denn manchmal braucht ein Mensch keine Pflege. Manchmal braucht er einfach jemanden, der weiß, wo man anfangen kann.
Und auch wenn bereits Pflegebedürftigkeit besteht, bleiben viele Möglichkeiten unbekannt. Was kann ich tun, wenn mein Pflegegrad abgelehnt oder zu niedrig eingestuft wurde? Was ist, wenn die vorhandenen Hilfen nicht ausreichen oder notwendige Unterstützung finanziell nicht selbst getragen werden kann? Welche weiteren Möglichkeiten könnten für mich oder meine Angehörigen infrage kommen?
Genau diese Erfahrungen haben mich dazu bewogen, unser Angebot weiterzuentwickeln. Ich habe gezielt nach pflegefachlicher Verstärkung gesucht und mit Jessica Oster, Gesundheits- und Krankenpflegerin, diese Kompetenz in unser Team geholt.
Gemeinsam haben wir die Pflegeberatung PflegeZweig ins Leben gerufen.
Neben der individuellen Pflegeberatung gehören dazu auch die regelmäßigen Beratungsbesuche für Pflegegeldempfänger, die ab Pflegegrad 2 verpflichtend sind und von der Pflegekasse bezahlt werden.
Für uns soll ein solcher Termin aber mehr sein als eine Pflicht, die erfüllt werden muss. Er bietet die Gelegenheit, gemeinsam hinzuschauen: Wie funktioniert die Versorgung zu Hause? Wo gibt es Schwierigkeiten? Was könnte erleichtert oder verbessert werden? Und gibt es Unterstützungsmöglichkeiten, die bisher noch gar nicht bekannt sind?
Einen besonderen Mehrwert sehen wir außerdem in den individuellen Pflegeschulungen zu Hause. Denn sie finden genau dort statt, wo Pflege tatsächlich passiert – im eigenen Zuhause und angepasst an die persönliche Situation.
Wie gelingt das Aufstehen oder Umsetzen sicherer? Wie kann Mobilität erhalten und Stürzen vorgebeugt werden? Welche kleinen Handgriffe erleichtern den Alltag? Und wie können Angehörige unterstützen, ohne sich selbst unnötig körperlich zu belasten?
Oft sind es kleine Veränderungen und das richtige Wissen, die einen großen Unterschied machen: mehr Sicherheit, mehr Selbstständigkeit und spürbare Entlastung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Diese individuellen Schulungen können ebenfalls über die Pflegekasse finanziert werden und sind damit ein Angebot mit echtem Mehrwert, das noch viel zu wenige Menschen kennen und nutzen.
Genau hier greifen LebensBaum und PflegeZweig ineinander: persönliche Assistenz und praktische Unterstützung auf der einen Seite, fachkundige Pflegeberatung und Orientierung auf der anderen.
Wir möchten gemeinsam herausfinden: Was benötigen Sie wirklich? Welche Möglichkeiten gibt es? Welche Anträge können gestellt werden? Was können Sie tun, wenn etwas abgelehnt wurde? Und wo können wir Sie konkret unterstützen?
Dabei geht es häufig um sehr persönliche gesundheitliche, familiäre oder finanzielle Situationen. Diskretion ist für uns selbstverständlich. Was Sie uns anvertrauen, behandeln wir sensibel, respektvoll und vertraulich.
Denn unsere Erfahrung zeigt:
Oft fehlt nicht die Möglichkeit zur Hilfe – sondern das Wissen darüber, dass und welche Möglichkeiten es überhaupt gibt.
LebensBaum & PflegeZweig
Unterstützung im Alltag. Ihre Beratung, wenn es darauf ankommt.
Inh. Tanja Wagner
Hauptsitz: Hünxer Str. 33, 46569 Hünxe Drevenack
T: 028 58 - 819 17 36
M: 01 78 – 628 28 39
F: 028 58 - 554 04 48







