
v.li: Dennis Krumme, Brigitte Lenhard, Claudia Fausten und Johannes Hartmann
Marienthaler Martinsmarkt: Kunsthandwerk, Gänse und Klostereierpunsch
28.10.2026 Marienthal (js). Rund 50 Aussteller, ein vielseitiges Rahmenprogramm und kulinarische Neuheiten: Am 7. und 8. November lädt der 27. Martinsmarkt nach Marienthal ein.
Wenn in Marienthal die Lichter angehen, der Duft von Bratäpfeln durch die Straßen zieht und die ersten Martinslieder erklingen, beginnt eine besondere Zeit. Der Martinsmarkt verwandelt den Kirch- und Dorfplatz sowie die alte Molkerei am 7. und 8. November erneut in einen Treffpunkt für Kunsthandwerk, Kulinarik und Geselligkeit.
Rund 50 Aussteller werden beim Martinsmarkt erwartet. Für Dennis Krumme, Vorsitzender der Marienthaler Kaufleute, ist es eine Veranstaltung, die weit über den Ort hinausstrahlt. „Wir wollen überregional den Leuten Marienthal näherbringen“, sagt er. Seit 1999 wird der Markt veranstaltet, in diesem Jahr zum 27. Mal. Die besondere Mischung aus handgefertigten Produkten, regionalen Spezialitäten und dem historischen Ambiente des Klosterdorfes mache den Reiz aus.
Das Angebot reicht von Filzarbeiten, handgefertigtem Schmuck und bemalter Keramik über Holzprodukte bis hin zu nachhaltiger Schokolade. Auch Alpaka- und Wollprodukte, Schafsmilchseifen sowie winterliche Gartendekorationen gehören zum Sortiment. Besonders freut sich Dennis Krumme über die Vielfalt der Kunsthandwerker, die ihre Produkte selbst herstellen.
Ein neuer kulinarischer Akzent kommt ebenfalls hinzu: In einem eigens eingerichteten Bereich zwischen Gartenstraße und Dorfplatz sollen unter anderem Wildburger, Lachsburger und Wildwürstchen angeboten werden. Dazu gibt es Moselweine, klassische Marktküche und regionale Spezialitäten.
Eine weitere kulinarische Tradition darf ebenfalls nicht fehlen: der Klostereierpunsch. Der nach einem geheimen Rezept aus dem Kloster Marienthal zubereitete Punsch wird ausgeschenkt und ist bei den Besuchern besonders beliebt. „Die Leute kommen extra von weit her deswegen angefahren“, berichtet Dennis Krumme. Das Rezept bleibt dabei unter Verschluss – auch wenn immer wieder danach gefragt wird.
Musik, Martinsgänse und eine Jurte
Auch das Rahmenprogramm richtet sich an Besucher jeden Alters. In der Klosterkirche stehen Kirchenführungen sowie musikalische Auftritte auf dem Programm. Der Junge Chor Brünen und das Duo „Two of us“ mit einer Simon-und-Garfunkel-Tribute-Show sorgen für musikalische Unterhaltung. Auf dem Kirchplatz treten die Holzschuh-Tanzgruppe Üfte-Overbeck und die Üfter Jagdhornbläser auf.
Ein besonderer Anziehungspunkt für Familien dürfte wieder die Jurte sein. Dort können Kinder Stockbrot backen, Bratäpfel genießen und gemeinsam mit der Landjugend Marienthal Herbst- und Martinslieder singen. Neu hinzu kommt ein Angebot des Marienthaler Kulturvereins im Kuhstall: Neben einem Bücherflohmarkt können Kinder dort aus Brottüten und Strohhalmen kleine Pustegespenster basteln.
Natürlich dürfen auch Martin und Martina nicht fehlen. Die beiden Martinsmarkt-Gänse gehören längst zur Tradition. Sie erhalten auf dem Markt einen eigenen, mit Stroh ausgelegten Bereich und kehren anschließend wieder auf ihren Hof zurück. „Die Gänse kommen nicht in den Kochtopf, sondern dürfen jedes Jahr wiederkommen“, schmunzelt Krumme. Gerade für Kinder sei die Begegnung mit den Tieren ein besonderes Erlebnis.
Eintritt für die Sicherheit
Geöffnet ist der Martinsmarkt am Samstag von 11 bis 20 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Die längere Öffnungszeit am Samstag ermöglicht es, die besondere Beleuchtung des Dorfes und die abendliche Atmosphäre zu erleben. Auch die Geschäfte im Ort sind während des Marktes geöffnet.
Der Eintritt beträgt fünf Euro. Kinder bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. Wer sein Ticket vorab online kauft, zahlt bis Freitagabend vier Euro. Die Parkplätze stehen kostenlos zur Verfügung.
Dass der Markt Eintritt kostet, sei eine bewusste Entscheidung, erklärt Dennis Krumme. Die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen, Verkehrsführung, Personal und zusätzliche Parkflächen seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. „Wenn wir in Marienthal in dieser Größenordnung keinen Eintritt nehmen würden, könnten wir diese Veranstaltung definitiv nicht stattfinden lassen.“






