Ein emotionaler Abschied beim Heimatverein Weselerwald und Umgebung…
20.3.2025 Weselerwald (js). Maike Beckmann verabschiedet sich nach 20 Jahren aus dem Vorstand
Eine 30-jährige Frau als Vorsitzende – die nicht einmal im Weselerwald wohnte – das war eine echte Innovation für den Heimatverein Weselerwald und Umgebung. „So etwas gab es damals noch nicht“, erinnert sich Maike Beckmann. 20 Jahre lang hat sie den Verein im Vorstand maßgeblich geprägt. Nun war es am Dienstagabend (19. März) Zeit, Abschied zu nehmen – bei der Jahreshauptversammlung stellte sie sich nicht zur Wiederwahl.
„Ganz schön wehmütig“, beschrieb Maike Beckmann ihre Gefühlslage kurz vor der Jahreshauptversammlung im Hotel Voshoevel. Als Vorsitzende des Heimatvereins Weselerwald und Umgebung e.V. eröffnete sie diese Versammlung, doch als sie an diesem Abend endete, war sie nicht mehr im Amt. „Das ist schon ein trauriger Moment“, sagt die 50-Jährige. „Aber jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um neuen Atem zu holen. Und dem Verein bleibe ich natürlich treu.“
Seit der ersten Stunde war Maike Beckmann dabei. 1998 fand die Gründungsversammlung des Heimatvereins statt. 2005 traten die damalige zweite Vorsitzende und Schriftführerin Elke Sondermann sowie Kassierer Egon Hülsmann zurück. Als Reinhart Holloh sie fragte, ob sie sich vorstellen könne, sich als Schriftführerin und zweite Vorsitzende zur Wahl zu stellen, zögerte sie nur kurz.
Als am 2. September 2007 Reinhart Holloh unerwartet verstarb, übernahm Maike Beckmann zunächst kommissarisch die Leitung des Vereins. Bei der Jahreshauptversammlung 2008 wurde sie dann offiziell zur ersten Vorsitzenden gewählt. Heinz-Erich Ohletz wurde damals zum zweiten Vorsitzenden und Schriftführer ernannt, und mit Kassierer Karl Westerhuis war der Vorstand komplett.
Die folgenden 17 Jahre waren für Maike Beckmann eine prägende Zeit, die sie nicht missen möchte: Unvergessliche Ausflüge, Heimattouren, Fahrradtouren, Jahreshauptversammlungen, die Einweihung von Wegweisern, die Erstellung der Festschrift 2018, der Bau der Düwelshütt sowie zahlreiche Termine bei anderen Vereinen und Organisationen prägten ihre Amtszeit. Auch Jubiläen und Trauerfeiern gehörten zu ihren Aufgaben.
„Alles hat seine Zeit. Aber ich kann mit ruhigem Herzen gehen“, sagt Maike Beckmann. Denn der Verein steht heute auf soliden Beinen: Die Mitgliederzahl steigt kontinuierlich, und am Dienstag wurde mit Ingo Korthaue das 250. Mitglied geehrt – ein neuer Höchststand. Der Verein wächst weiter und ist finanziell gut aufgestellt. Auch die Brauchtumspflege der Erntefeste wird fortgeführt. Nach einigen sorgenvollen Jahren ist es der Erntegruppe gelungen, junge Menschen für diese Tradition zu begeistern.
Nach Beckmanns Ausscheiden musste am Dienstag ein neuer Vorstand gewählt werden. Da sich niemand aus den Anwesenden für den Vorsitz bewarb, erklärte sich der bisherige zweite Vorsitzende Heinz-Erich Ohletz bereit, das Amt zu übernehmen. Er wurde einstimmig zum ersten Vorsitzenden gewählt und tritt nun in Maike Beckmanns Fußstapfen.