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"....dem Krebs davonleben"

6.11.2018 Wesel (geg). „Brustkrebs und Tod“ Zwei Begriffe die für Erkrankte erstmal zusammen gehören. Doch das muss nicht sein.

Der 14. Brustkrebsinformationstag- organisiert vom kooperativen Brustzentrum Wesel, w(s)ollte helfen der Diagnose den Schrecken zu nehmen, zeigen was die Patientin neben der Therapie unternehmen kann, damit sie sich gut fühlt, sollte verdeutlichen, dass eine Krebserkrankung Lebenslust und Lebensfreude (auf Dauer) nicht ausschließt
„Brustkrebs bedeutet Tod“, das waren auch die ersten Gedanken die die 57 jährige Sabine Huberts aus Wesel im letzten Jahr kurz vor Weihnachten erst einmal lähmten, als sie unter der Dusche eine Veränderung der Brust bemerkte. Und es war Samstag. Das bedeutete: Zwei Tage warten bis sie handeln konnte. Es folgte der Gang zum Gynäkologen, der Gang ins Krankenhaus, die Mammographie, die Gewebeentnahme und wieder einige Tage warten, bis die Diagnose Brustkrebs in beiden Brüsten, Gewissheit brachte. „Man fällt in ein Loch“, erinnert sich Sabine Hubertus. Tochter Sarah ergänzt „Und die Familie gleich mit.“
Die Therapie: Chemotherapie, brusterhaltende Operation und Bestrahlungen. Und heute, knapp ein Jahr später sagt sie: „Mir geht es gut“. Geholfen haben ihr dabei auch die Ärzte, die in jeder Minute für sie zur Verfügung standen, die ihr Unsicherheiten nahmen, sie aufgebaut haben, die Familie eingeschlossen, betont sie. Und: “Ich bin dankbar dafür“.
Dass auch im Kooperativen Brustzentrum bei dieser Erkrankung der Mensch mittlerweile ganzheitlich betrachtet wird, wurde im Welcomehotel deutlich.
Ein wichtiger Aspekt der Therapie -bis vor einigen Jahren noch von vielen Schulmedizinern verpönt- sei auch die Naturheilkunde. Das verdeutlichte Professor Andre` Michael Beer in seinem einstündigen Vortrag. Naturheilkunde könne auf verschiedene Art und Weise unter anderem Nebenwirkungen lindern, das Immunsystem stärken. Dazu gehöre auch die Ordnungstherapie mit der Betrachtung wie man selbst trotz dieser Erkrankung gut leben kann. Wichtig wäre auch die Ernährung und Bewegung. „Schon Sebastian Kneipp hat gesagt, Bewegung hilft den Krebs zu beseitigen und er ist ausgelacht worden“, so Prof. Beer in seinem Vortrag.
Bei den vielfältigen Informationsständen erfuhren Erkrankte und betroffene Familien, wie vielfältig das Angebot ist, um wieder Lebensqualität zu erhalten, wie man selbst durch sneei Lebensführung unter Umständen auch Einfluss auf die Prognose nehmen kann.
. Egal ob es um Ernährung, Dessous, Haarersatz, Massagen, Sport, Herzkissen, Selbsthilfegruppen oder Unterstützung des Immunsystems ging. Viele Anregungen waren präsent, die helfen sollen den Blick auf den Sinn des Lebens und auf das Lebensglück in der Zeit der existenziellen Bedrohung positiv und auf Dauer zu verändern.
Dabei wurden auch die Ehemänner nicht vergessen, die in der Gesprächsrunde „Von Mann zu Mann“ ihre Sorgen und Ängste besprechen konnten.
Einen bleibenden Eindruck dieser Veranstaltungen sollen die beiden, von Frauen gestalteten Kunstwerke hinterlassen, dies sich in ihrem kreativen Tun mit ihrem „Frau sein“ auseinandersetzten. In beiden Weseler Krankenhaus wird jeweils ein Bild hängen.

 

 

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