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Neue Netflixserie mit Schermbecker Stuntmen 

Von Julian Schäpertöns
13.11.2019 Schermbeck.  Eine neue deutsche Netflix-Serie wurde Anfang des Monats veröffentlicht – und zwei Schermbecker haben daran mitgewirkt. Nikolai Mohr und sein Bruder Hendrik sind seit Kindestages an Stuntmen. Die Serie „Wir sind die Welle“ stellte sie dabei vor besonderen Herausforderungen.
Gelernt hat Nikolai sein Handwerk von der Pike auf bei seinem Vater Michael Mohr, der seit den 1980er Jahre als Stuntman arbeitet. Der junge Nikolai beginnt seine Karriere mit gerade Mal acht Jahren. „Das war damals für die RTL-Serie ‚Die Motorrad-Cops‘“, erinnert sich der heute 32-Jährige. Gesucht wird damals ein kleiner Junge, der von einem Baucontainer springt. „Ich habe das damals als Spiel gesehen. Ich durfte etwas, was andere nicht durften. Das hat Spaß gemacht“, so Nikolai.
Schon in frühen Jahren begleitet Nikolai seinen Vater öfter an Filmsets und zu Stuntshows. Interessiert schaut er zu. Die Faszination seines Vaters für aufregende Actionszenen färbt auf ihn ab. „Wenn der eigene Vater so einen spannenden Job hat, ergibt sich das einfach, dass man auch so etwas machen will.“
An zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen hat er in den vergangenen Jahren mitgearbeitet. Ob in diversen Tatort-Folgen, Aktenzeichen XY oder SOKO Leipzig oder großen Hollywoodproduktionen „7500“ mit Joseph Gordon Levitt – die Liste seiner Einsätze ist lang.


Heute ist Nikolai nicht nur als Stuntman vor der Kamera erfolgreich, sondern hat auch seine eigene Firma gegründet. Mit seinem Unternehmen „Youstunt Concepts“ hat er sich seit einigen Jahren darauf spezialisiert, Konzepte für Stuntszenen zu entwickeln und diese zusammen mit Filmteams zu koordinieren.
Der Kontakt zu Netflix kommt durch die Regisseurin Anca Miruna Lăzărescu zustande. Mit ihr hatte Nikolai schon einige Male zusammengearbeitet. Nun sollte sie die Regie für einige Folgen der neuen Serie „Wir sind die Welle“ drehen – und wollte Nikolai und sein Team mit an Board haben.
Die Serie „Wir sind die Welle“ basiert lose auf dem Roman „Die Welle“ von Morton Rhue aus dem Jahr 1981. Die sechs Folgen handeln von Schülern, die sich durch gesellschaftskritische Aktionen immer mehr radikalisieren. Was zunächst als idealistischer und spielerischer Aufstand gegen das Establishment beginnt, bekommt schon bald eine bedrohliche Eigendynamik. „Das Thema ist heute aktueller denn je und regt zum Nachdenken an“, so Nikolai Mohr.


Als Stuntkoordinator hat Nikolai die Aufgabe, alle actionreichen Szenen zu planen und am Set zu koordinieren. Eine Szene ist dabei besonders einzigartig und extrem. „Netflix hat einen sehr hohen Anspruch an seine eigenen Produktionen“, erzählt Nikolai Mohr. „Das hat mich sehr gefordert, aber auch unglaublich viel Spaß gemacht, weil es so vielfältig war.“
In der besagten Szene geht es um eine Verfolgungsjagd, bei der die jugendlichen Protagonisten eine Autobahn überqueren sollen. Normalerweise werden solche Szenen von professionellen Stuntdoubles übernommen. Der Anspruch der Produktion ist es aber, dass so wenig gedoubelt wird wie möglich. Und so mussten die echten Schauspieler auf diese Szene vorbereitet werden.
Der Schermbecker plant mehrere Monate akribisch diese Szene. Denn gedreht wird mit richtigen Autos auf einer abgesperrten Strecke. Das Risiko soll so gering wie möglich für die Schauspieler sein. Zwei Nächte lang wird diese Szene gedreht. In der Serie ist die Überquerung der Autobahn dann nur für wenige Minuten zu sehen.
„In dem Projekt steckt jede Menge Herzblut drin. Es war anstrengend, wir hatten lange Drehtage und viele aufwendige Szenen. Aber es hat sich gelohnt“, freut sich Nikolai Mohr nun. Er selbst und sein Bruder sind in der Serie nur ganz kurz zu sehen als Komparsen. Die meiste Arbeit war hinter den Kulissen zu tun. Nun warten die Brüder, dass Netflix grünes Licht für eine zweite Staffel gibt. Denn dieses Projekt war für die Stuntmen aus Schermbeck eine ganz besondere Erfahrung und sie haben richtig Lust, auch bei einer Fortsetzung mitzumachen.

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