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Der Dienst in der Feuerwehr als fester Bestandteil des Lebens

Von Gaby Eggert
22.7.2018 Schermbeck. Die Freiwillige Feuerwehr Schermbeck ist auf Nachwuchssuche und  derzeit mit Werbekampagnen unterwegs.(Wir berichteten)

Am Samstag fand am Feuerwehrgerätehaus Gahlen ein Informationstag statt, an dem Interessierte sich einen Einblick in die Tätigkeiten der Wehr verschaffen konnten.
Wir von schermbeck-grenzenlos möchten der Feuerwehr ein Gesicht geben und stellen in lockerer Folge einige Mitglieder vor.
Der Frauenanteil in der Feuerwehr ist immer noch relativ gering. Aber sie sind auf dem Vormarsch, so der optimistische Blick des Feuerwehrverbands. Das gilt für die freiwillige und die Berufsfeuerwehr gleichermaßen.
Der Löschzug Gahlen hat von allen drei Zügen die meisten Frauen. Dort sind es sieben aktive und eine Dame in der Ehrenabteilung, in Altschermbeck sind drei Damen aktiv und im Löschzug Schermbeck eine.
Die Hauptfeuerwehrfrau Diana Wischerhoff war die erste Frau, die sich vor 23 Jahren in die Männerdomäne wagte. Und wie hat sie es erlebt? „Super, ich war vom ersten Tag an eine von ihnen, wir arbeiteten immer alle zusammen und ich habe vor keiner Situation allein gestanden," hat sie erfahren. Eine Erfahrung die die anderen Damen durchaus teilen. Diana Wischerhoff ist mit der Feuerwehr groß geworden. Ihr Vater war dabei, der Bruder ebenso – ein Einsatz mitten im Mittagessen, oder an Weihnachten war Normalität und gehörte zum Familienleben dazu. „Für mich wurde die Aufgabe anderen Menschen zu helfen eine Lebensmaxime“, sagt Diana Wischerhoff.
Für sie war es also selbstverständlich ebenfalls Mitglied des Löschzugs zu werden. Recht schnell gewöhnte man sich an den Anblick der blonden Frau am Steuer des Löschzugfahrzeugs, die nicht verhehlt, dass der Dienst auch anstrengend ist.
Vor zwei Jahren erkrankte Diana Wischerhoff und musste in die Ehrenabteilung wechseln. „Daran hatte ich ordentlich zu knacken“ denn ihren Dienst habe sie mit Leidenschaft ausgeübt. Aber sie unterstützt den Löschzug immernoch, soweit ihr das möglich ist. An Tagen wie dem Informationstag am Samstag ist sie „mittendrin“, denn sie vermisst ihre Kolleginnen und Kollegen in ihrem Alltag.
Ähnlich fühlt auch Kristina Schneider (Beckmann), auch bei ihr Zuhause gab es das Leben nur mit dem Pieper, denn der Vater war Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. „Solange ich denken kann, wollte ich dort immer Mitglied werden“, erzählt sie. Und das wurde sie auch. Sie begann ihre Laufbahn im Jahr 2001 mit 16 Jahren in der Jugendfeuerwehr, zwei Jahre später wurde sie dem Löschzug überstellt. „Das ist einfach ein Bestandteil meines Lebens“, bringt sie es auf den Punkt.

Jessica Hüttermann ist seit drei Jahren Feuerwehrfrau im Löschzug Gahlen. „Das ist genetisch bedingt“, erzählt sie lachend. Drei Löschzugführer finden sich in der Ahnentafel der Familie.
Eine Zeitlang habe sie sich die Aktivitäten von außen beguckt und dann gedacht: „Ok ich werd mal aktiv“. Von den Kameraden sei sie sofort akzeptiert worden, es habe keine Sprüche oder Vorbehalte der männlichen Kollegen gegeben”, sagt sie. Aber: “Es funktioniert nur, wenn man auch voll dahinter steht“, betont sie, denn „Wenn der Pieper geht rennt man, egal wo man sich gerade befindet“.
Sofort habe sie mit zu Einsätzen fahren können, zunächst natürlich im Hintergrund mitgewirkt, solange erforderliche Lehrgänge nicht abgeschlossen waren. „Pilonen aufstellen kann jeder, aber mir hat es schon in den Finger gejuckt - ich wollte schnell mehr können- wollte bei Einsätzen mitten drin sein“, berichtet sie. Das ist sie heute, und so mittendrin, dass sie sogar im Urlaub in Gedanken beim Löschzug ist. 
Denkt Oberfeuerwehrfrau und Pressesprecherin Ellen Großblotekamp an ihren ersten näheren Kontakt zur Wehr, muss sie lachen, denn ihre Anwerbung fand vor der Toilette statt. „Ich war mit meiner Großcousine Denise beim Nikolausumzug und wollte das Örtchen aufsuchen“, erzähle sie. Und weiter: “Die war aber besetzt und wir trafen auf Wilfried Biedermann, kamen ins Gespräch über die Feuerwehr und er lud uns zu einem Übungsabend ein und dazu, in den Löschzug einzutreten“. Er habe ihnen direkt Räumlichkeiten und Fahrzeug gezeigt und Informatives über den Dienst in der Feuerwehr berichtet.
Die beiden Damen gingen also mal zum Übungsabend „gucken“ und sie blieben, der Funke sprang direkt über, berichtet Ellen Großblotekamp. “Ich weiß noch genau wie unsicher und nervös wir waren, als wir dort ankamen und wie positiv überrascht über die herzliche Begrüßung und obwohl wir nichts konnten waren wir sofort mitten drin“. Jetzt sind die Damen schon fünf Jahre dabei. Was sie stärkt: “Man ist nie allein, wir gehen im Team und tragen alles im Team, wir stützen uns, man findet tolle Freunde fürs Leben, man kann sich blind aufeinander verlassen“, schwärmt Ellen Großblotekamp. Und sicherlich geht der Pieper oft im unpassenden Moment: „Aber man rennt, um Leben zu retten, um Feuer zu löschen, um Verunfallte zu bergen, um brennende Wiesen zu löschen, um Katzen vom Baum zu holen und und und“.
Das positive Feedback in der Bevölkerung, zum Beispiel nach Einsätzen würde die Motivation natürlich stärken, ganz klar.
Ein Leben ohne den Dienst in der Wehr kann sich Ellen Großblotekamp nicht mehr vorstellen.

Besondere Informationstage finden am Sonntag, dem 2.9. im Rahmen des Jubiläumfestes im Feuerwehrgerätehaus Schermbeck statt.
Infos gibt es auch bereits vorher beim Löschzugführer Christoph Loick Tel. 0170/7667480.
Löschzug Alterschermbeck, Löschzugführer Martin Wilsing, Tel. 0151/55546514, Veranstaltungstermin 11.8. um 16 Uhr
In Gahlen gibt  Löschzugführer Henry Albedyhl unter Tel. 0151/26386820. Auskunft






 

 

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